Heilbronn,  
»Die Mobilität der Zukunft spielt nicht nur eine wichtige Rolle in der Stadtausstellung, sondern auch auf dem gesamten Gelände.« Das Zitat stammt von den Seiten der BUGA 2019, der aktuell laufenden Garten- und Stadtausstellung in Heilbronn, die – wie ich finde – sehr gut gelungen ist. Ergänzend noch ein paar technische Daten von der Internetseite von Audi zur »Mobilität der Zukunft« e-tron: 158kW Nenndauerleistung, 2,5t schwer, 5m lang, 2m breit und 1,6m hoch, in der Grundausstattung 80T€ teuer. Und das, um ein oder zwei Personen, also vielleicht 150kg, über verstopfte Autobahnen und durch ebenso verstopfte Städte zu bewegen.

»Mobilität der Zukunft«? Darüber kann man wirklich geteilter Meinung sein. Liebe Ingenieure und Verantwortliche von Audi: Der e-tron mag ein tolles Stück Ingenieurskunst sein, und ja, Audi ist ein Premiumhersteller, aber dieses Kunststück ist wohl eher an den Notwendigkeiten und am Bedarf der Straße vorbei, oder? Es diskreditiert eine Technologie, die durchaus das Potential hat die »Mobilität der Zukunft« zu gestalten. Mehr als schade!

Da finde ich die Ansätze von Opel mit dem Ampera-e oder dem Corsa-e praxisnäher. Oder warum nicht das Beste aus beiden Welten kombinieren, sprich Hybridtechnologie? Ich denke nicht, dass das aktuell Kaufbare das Hybridkonzept bereits ausreizt. Wenn letztlich das Auto die »Mobilität der Zukunft« sein soll...
  
Ja. Das Leben ist Scheisse und alle atmen CO2 aus... Diese depressive Öko-Stimmung ist wirklich ansteckend! Mein Mitgefühl an alle Betroffenen.
Wie wäre es, wenn wir aufhören in Verboten und in Mängeln zu denken und stattdessen das Gute fördern? Jede Familie ob in München oder Hintertupfing sollte einen kleinen Garten für die Selbstversorgung haben. Anbauen entschleunigt gestresste Gemüter und man spart an Tomaten 2500 km Zustellungsweg. Jeder baut dann schön ökologisch an und muss nicht mehr zum Aldi Erdbeeren pflücken gehen. ...oder frische Trauben aus Indien, mitten im Januar. Man hat ja alles, was ökologisch, ist im eigenen Garten.
Weil verbieten aber viel mehr Spaß macht, schlage ich ein Verbot von Paraffinkerzen und Schminkzeug vor - beides wird aus Rohöl hergestellt.
Kurzum: ich kann den Hass auf Autos nicht verstehen und es sollte keinen von oben verordneten Verzicht geben. Jeder leistet, was er kann. Ich verzichte auf Flugreisen, halb-reife Tomaten aus Spanien, Trauben aus Indien, Schminke und Paraffinkerzen. Auto brauche ich, um in diesem verrückten Alltag überleben zu können. Wenn mein Knie es zulässt, komme ich sogar mit dem Fahrrad aus. Jedenfalls den Weg Berg runter. Für Utopien hat aber weder mein Chef, noch meine Kinder und mein Knie Verständnis. Man braucht sie aber letztlich bleiben sie fernab der Realität.
  
Oh, ich bin kein Autohasser, kann aber die Formeln des Fahrwiderstands lesen. Die 150kg Lebendgewicht sind zu transportieren, nicht die 2,5t Auto. Autos sind gut, aber ein Audi e-tron ist hoffentlich nicht die »Mobilität der Zukunft« ― nur das ist es, was ich damit sagen wollte.

Ich habe keinen Garten, dafür aber einen Weg zur Arbeit von 3km ― der leider in den letzten Jahren gefährlicher wurde wegen vor einer Schule herumlungernder SUVs. Es reicht doch, wenn der auf Tomaten spezialisierte Gemüsebauer seine Tomaten 25km in den Supermarkt bringt, statt 2500km aus Südspanien ― und die Grundschüler den Bus nehmen. Und selbst wenn ich den Platz für Tomatenanbau hätte, meine eigenen Tomaten möchte ich nicht essen müssen.
  
Nehmt meine Bemerkungen nicht persönlich. Ich habe nicht mit Euch ein Problem, sondern mit dem Öko-Faschismus, der auf die Lebensumstände der Menschen keine Rücksicht nimmt. Ich sehe es biblisch: wir sind die Krone der Schöpfung und wir sollen das uns anvertraute Geschenk sinnvoll verwalten, damit auch unsere Nachkommen etwas von haben. Gott hat es uns geschenkt, meint vor allem: Die Umwelt ist für den Menschen da - nicht anders herum. Wir müssen uns über die Mobilität der Zukunft Gedanken machen. Und wenn wir passende und bezahlbare Alternativen haben, diese fördern. Das stupide Verbieten, das die Grünen so gerne praktizieren ist Marxismus und damit undemokratisch.